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Heute ist Freitag und eigentlich, müsste ich mit Julia arbeiten gehen aber sie hat mich zu Hause gelassen. Sie kam auch schon wieder am Mittag zurück und wir machten einen grossen Spaziergang. Ich genoss das milde Frühlingswetter sehr und ging gleich mal baden. Wir traffen auch zwei Hunde, mit welchen ich noch mächtig herum tobte. Wieder zu Hause, musste ich gleich ins Auto einsteigen und warten. Mein Frauchen packte unsere Gepäck und meinte, dass ich viel zu viele Sachen habe. Ich alleine brauche einen kleinen Koffer. Aber auch ich will nicht ohne meine wichtigsten Sachen (Schüsseln, Bürsten, Decke, Spielsachen, Futter, Kauknochen, Ahnentafel und Impfpass) wegfahren. Als alles in unserem kleinen Peugeot 206 verstaut war, gings endlich los.

Nach gut 1,5 Stunden Fahrt kamen wir in Fribourg an. Unser Glück war es, dass wir eigentlich eine falsche Ausfahrt genommen hatten und so kamen wir genau beim Forum raus. Meine beiden Frauchen parkierten und wollten sich das ganze mal anschauen. Wie sie erfuhren, konnte man Parkplätze reservieren und zu unserem Glück, gab es noch ein paar. Die nette Dame beim Eingang sagte uns auch gleich, wo unser Ring ist und so haben wir schon alles am Abend vor der grossen Ausstellung gewusst.

Nun machten wir uns auf den Weg ins NH Fribourg. Wir haben es auch bald gefunden nur sind wir fast eine Stunde drumherum gefahren, bis wir endlich die Einfahrt zum Hotel gefunden haben. Ich war total aufgeregt. Alles fremd und so viele Hunde! Endlich im 9. Stock angekommen, musste ich gleich mal das schöne Zimmer unter die Lupe nehmen. Frauchen packte meine Sachen aus und brachte mir Wasser und ich genoss die herrliche Aussicht über ganz Fribourg.

Zum Abendessen nahm mich Julia nicht mit und so musste ich im Zimmer bleiben. Nach dem fantastischen Abendessen, holten mich meine beiden Frauchen und wir gingen noch einbisschen spatzieren. Danach machten wir es uns vor dem Fernseher gemütlich. Leider konnte ich nicht schlafen weil dauernd wer durch den Gang lief und immer Geräusche zu hören waren und als anständiger Wachhund, habe ich dann halt keine Ruhe. Ich musste auch immer wieder schauen, ob es meinen beiden Menschen gut geht und somit war ich die ganze Nacht beschäftigt.

In der Früh, machte sich mein Frauchen parat und ging dann schnell mit mir raus, dann schnell frühstücken, Zimmerbezahlen und abmarsch zur Ausstellung. Dort angekommen traute ich meinen Augen nicht. Überall waren Hunde, Hunde und nochmals Hunde. Wir stiegen aus unserem Auto und schon musste ich Frauchen in alle vier Himmelsrichtungen ziehen. Julia konnte gar nicht so schnell schauen, wie ich die Richtung wechselte. Endlich in der Halle angekomen, mussten wir zum Tierarzt aber als der sah, wie quitsch fiedel ich war, hat er uns gleich druchgewunken. 

Jetzt konnten wir in unsere Halle und meinen Zwinger suchen. Mein 4 m2 grosser Käfig befand sich direkt vor unserem Ring. Frauchen richtete mir das komische Ding gemütlich ein und dann sollte ich alleine drin bleiben. Ich versuchte dauernd die Türe zu öffnen, gelang mir aber leider nicht. Dann versuchte ich es mit graben aber auch das schlug fehl. Nun musste ich mich wohl mit dem Zwinger abfinden und versuchte mich mit meinen Nachbarn anzufreunden. Die waren aber gar nicht begeistert von der Idee. Die 5 Labis, zeigten mir immer die Zähne und gingen lauthals auf mich los. Den ganzen Tag versuchte ich mit ihnen Freundschaft zu schliessen aber die wollten einfach nicht. Wer so einen tollen Hund wie mich nicht zum Freund haben will, ist selbst schuld! Endlich gegen halbelf durften wir in den Ring. Ich machte meine Sache gut und rannte meine Runden ohne zu springen oder an der Leine zu zupfen. Das haben Frauchen und ich ja auch stundenlang trainiert. Mein einziger "Fehler" war es, dass ich mit meinem Vordermann immer spielen wollte. Aber was solls, ich bin ja noch ein junger Hüpfer. Das Anschauen lassen vom Richter war kein Problem. Mir macht es ja immer grossen Spassen, wenn mich jemand bewundert ;). Wir bekamen ein sehr gut 2. Als wir fertig waren, steckte Julia mich wieder in den Zwinger und ging sich dann nach einem Versäuberungsplatz umschauen. Auf diesem Platz mit so vielen Hunde wollte ich dann aber doch nicht gehen und so brachte mich mein Frauchen wieder in den Zwinger. Meine beiden Menschen gingen dann einbisschen "shoppen" und sich die anderen Hunde anschauen. Julia brachte mir ein tolles Spielzeug mit, welches ich gleich mit ihr ausprobieren musste. Den Rest des Tages verbrachten wir, mit Hunden im Ring zuschauen, spielen und schlafen. Naja, ich durfte schlafen.

Um 16 Uhr gings dann endlich wieder nach Hause. Wir kämpften uns wie am Morgen durch die Massen von Hunden und Menschen. Endlich beim Auto angekommen fiel ich dann ins Schlafkoma. Zu Hause ging Julia noch mit mir spazieren da es aber in Strömen regnete und ich den Regen hasse, beeilte ich mich und wollte dann gleich wieder ins Trockene. Jetzt war schlafen angesagt!

Fazit: Das war ein schöner, anstrengender und sehr interessanter Samstag aber spielen und im Wald rum toben mit Julia gefällt mir viel viel besser!! Was ich auch noch sagen will: an der Ausstellung waren jede Menge sogenannter "Kampfhunde" und, was ist passiert? Genau gar nichts!! Sie fielen keine Menschen und Hunde an. Sie haben sich genau so gut die Zähne anschauen und sich angreiffen lassen wie die "normalen" Hunde.